EILMELDUNG: Jochheim verkündet Rückzug vom Handball

Meißenheims Rückraumschütze Janis Jochheim beim ausschlaggebenden und zugleich verhängnisvollen Moment im Spiel gegen die Kehler TS - nach dieser rüden Attacke will er nun ein neues Kapitel aufschlagen und seiner heimlichen Leidenschaft frönen

Vorstandschaft, Trainer und Mitspieler reagierten bestürzt auf die Meldung von Janis Jochheim nach dem Sieg über den Kehler TS, dass das junge Nachwuchstalent seine Schuhe an den Nagel hängen und sich zukünftig auf seine Schauspielkarriere konzentrieren können möchte. "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und mir ist bewusst, dass ich gerade jetzt mit wenig Verständnis rechnen kann" so Jochheim und ergänzt "ich wünsche mir, dass meine Mannschaft und der Trainer meine Entscheidung verstehen und respektieren - im Handball kann ich mein geheimes Talent nicht weiter einsetzen. Die Schauspielerei wird mir ganz neue Möglichkeiten eröffnen und ich werde mich selbst weiterentwickeln...".

Hintergrund war die im Bild gezeigte Spielsituation in der 46. Spielminute, in welche Jochheim beim Spielstand von 31 zu 19 für den HTV einen Torversuch aus dem Rückraum versuchte. "Gegenspieler Alexandre Wolf hat mich hier am Wurf gehindert, war gleichzeitig am Wurfarm und am Ball" so Jochheim. Was folgte, war eine wegweisende Eingebung: Jochheim ging unter Schreien und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden, hob sich seinen rechten Arm und die Schulter und blieb auf dem Boden liegen. Die Unparteiischen konnten sich der Situation nicht entziehen und reagierten in der einzig möglichen Weise: die rote Karte für Wolf bzw. die Kehler TS. Jochheim indes erkannte im Nachgang an das Spiel bzw. das Foul, dass er mit schauspielerischem Talent eine ähnliche Wirkung hätte entfalten können: "Die Magie der Schauspielerei hätte hier zur Manipulation genutzt werden können - dieses Talent will ich zukünftig ausbauen und mein Umfeld damit erfreuen" so Jochheim nach dem Wochenende.

"Mich zieht es nun zunächst nach Berlin an eine renommierte Schauspielschule, wo ich als absolutes Ausnahmetalent gehandelt werde" erzählt Janis auf Rückfrage und ergänzt "ich kann es selbst kaum fassen aber es liegen wohl auch schon Anfragen aus Hollywood vor. Gerade großgewachsene deutsche Schauspieler liegen aktuell sehr hoch im Kurs".

Es bleibt ein mulmiges Gefühl und ein trauriger Abschied - auch auf die geplante Meisterschaftsfeier und der gemeinsame Mannschaftsausflug muss Jochheim verzichten. Bleibt zu hoffen, dass Janis einen guten Start in Berlin und bald auch hoffentlich international Erfolge verzeichnen kann und die Entscheidung nicht bereut. Der HTV, die Fans und vor allem sein Trainer und das gesamte Team wünschen Janis viel Erfolg auf seinem weiteren Lebensweg.

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